Was ist LRS? Was ist Legasthenie?
Probleme beim Erlernen von Lesen und Schreiben werden oft unterschiedlich bezeichnet, z. B. als Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Störung, Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten. Alle Begriffe beschreiben Schwierigkeiten, die Kinder und Jugendliche beim Lesen und Schreiben haben, die nicht durch fehlenden Unterricht, Sprachbarrieren oder Sinnesbeeinträchtigungen verursacht werden. Dennoch gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie diese Probleme definiert und bewertet werden sollten.
Ein zentraler Unterschied liegt in der Rolle der Intelligenz: Manche Fachleute verwenden den Begriff „Legasthenie“ oder „Lese-Rechtschreib-Störung“, wenn die Intelligenz eines Kindes höher ist als seine Leistungen im Lesen und Schreiben.
Andere Experten sprechen von „Lese-Rechtschreib-Schwäche“ oder „Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten“, unabhängig von der Intelligenz. In der Praxis werden diese Begriffe oft synonym verwendet.
Wie wird festgestellt, ob ein Kind betroffen ist?
Die Leistung eines Kindes wird in der Regel mit Tests überprüft. Dabei gibt es drei Ansätze:
Diese Ansätze helfen, die Schwierigkeiten eines Kindes zu erkennen, aber sie können je nach Test und Grenzwert variieren. Daher ist es wichtig, dass Diagnosen sorgfältig gestellt werden.
Was bedeutet das für Eltern und Kinder?
Unabhängig von der genauen Diagnose geht es darum, Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben individuell zu unterstützen. Wichtig ist, dass Probleme erkannt werden, damit gezielte Fördermaßnahmen helfen können.
Obwohl es unterschiedliche Begriffe und Definitionen gibt, sollten Eltern wissen, dass Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben kein Zeichen von Dummheit oder Faulheit sind, sondern oft spezifische Fähigkeiten wie die Lautanalyse, die orthografischen oder die morphematischen Kompetenzen betroffen sind. Tests helfen, die Probleme zu erkennen und eine individuelle Förderung zu planen.